Ein ICH schreit vor Glück

Okcupied

Der sprücheklopfende Autist „Sozi36“; der Herz-Künstler, der den Kiez vollplakatiert; der vermodernde Historiker, der Hipsters von „besseren“ Zeiten voll labert; der Selbstgerechte, der sogar hinter Straßenschildern Rassismus wittert; die „Free Gaza“ Antisemiten: die überflüssigen Parkläufer, die mit Scheuklappen im Gruselpark herumirren…  sie sind der ausgetrocknete Kitt des tourifizierten Freiluftmuseums Wrangelkiez.

Mich stört das alles nicht, wegen des Entertainment Values. Aber es gibt die Genervten, sie gehören auch dazu:

“Ehrlich gesagt nervt der Typ mich langsam. Der feiert sich doch immer mehr selbst ab und dass er alles, was Leute auf die Strasse stellen, innerhalb kürzester Zeit vollmalt und damit unbrauchbar für andere macht, finde ich auch nur so semi-geil. Wer stellt sich schon die selbstgefälligen Kommentare eines eitlen RIMlers in die Bude?“

Ein Fazit: Zalando ist nicht der Gegenpol, sondern das Spiegelbild eines selbstgefälligen „ICHs“, das anstrebt, den Kiez im eigenen Image zu gestalten.

“ICH Wrangelkiez“: Facebook macht’s möglich.

William Wires, 11. Juni 2017

 

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„Vielen Dank, Murkel“

rock-am-ring6

Ein Schlachtfeld der Werte, Bild: dpa

In Europa  – dank der von den USA militärisch geschützten EU und dem zinsbefreiten Euro – leben wir besser und sicherer, haben mehr selbst empfundene Freiheit und prekären Wohlstand als je zuvor. Das alles ohne eine „Dream“ Vision, ohne präzise Werte, ohne grundlegende Kritik an den gleichgestellten Ideologien. Es wird grenzenlos toleriert bis zur Selbstaufgabe, bis die Balken biegen im Haus Europa.

Ohne die Menschenmassen im Inland sieht’s optisch nicht gut aus: leergeräumte OpenAir-Konzerte, Betonblöcke vor den Märkten, umfassende Kontrollen an jedem europäischen Flughafen, die Videokameras im öffentlichen Raum, die hochgerüstete Polizisten vor jeder jüdischen Einrichtung und sonst wo.

Die Europäer sollen trotz alledem unbekümmert weiter leben und endlich aufhören zu nörgeln, sie sollen lieber dem Angebot an Vielfalt dankbar sein. Facebook mach’s möglich; und bitte kein Hate™. Besser wäre es, vorsorglich von jeglicher Maas-losen Kritik abzusehen. Sie sollen weiterhin (Weihnachts-)märkte und Konzerte besuchen; an Uferpromenaden und in den Parks abends spazieren gehen. Kaufen Sie sich ein Eis.

“Und dann geben wir auch als Bürger eine klare Antwort, und die heißt: Wir leben von der Mitmenschlichkeit, von der Nächstenliebe, von der Freude an der Gemeinschaft. Wir glauben an das Recht jedes Einzelnen ‑ an das Recht jedes Einzelnen, sein Glück zu suchen und zu leben, an den Respekt vor dem anderen und an die Toleranz. Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror.

Lassen Sie uns den Terroristen die Antwort geben, indem wir unsere Werte selbstbewusst leben und indem wir diese Werte für ganz Europa bekräftigen ‑ jetzt mehr denn je.

Vielen Dank.“ – Murkel

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„Lord of the Flies“

mohammedbeheading

Mohammed with his followers enjoying a beheading; Turkish text ‚Siyer-i Nebi,‘ 1338

‚Twas all in bad taste,“ cried the imam.

A buck’t o’ blood on the sacred grounds

Did desecrate.

Arousing the spirit of Mohammed

Who In his mortal lifetime

Had sever’d the heads of thousands.

Thereafter increased by ‘is

Slaves and the Brotherhood.

In tides of blood,

The sqealing swine,

Peace be upon them.

(c) William Wires

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Trailer Park Blues

Goerlitzer Park 02

„Hingegen war noch selten zu beobachten, dass grillende türkische oder auch kenianische wie karibische Gruppierungen ihr fertig gebratenes Fleisch verkaufen wollten. Auch war nicht zu sehen, dass Frisbee- oder andere Ball- akrobaten ihre Spielgeräte für Geld anboten, ebenso wenig die Musizierenden ihre Instrumente, nicht die Bierkomsumierenden ihre Reserverflaschen, selbst die Lesenden und Denkenden haben ihre Bücher, Magazine und eBook-Reader nicht feil geboten, nachdem sie ihre Lektüre durch hatten. Nun, und die nur Lebenden, Liebenden und Sonnenden – inclusive der völlig Verplanten als auch der Sinti und Roma -Fraktion – also die hatten irgendwie nichts zu verkaufen.

Das mit den Drogen – ebenso wie mit der Prostitution.“ – Bizim Kiez

… da gibt es diesen Bauwagen. (Dass die Preisgestaltung dort sozialgerecht ist, dürfte man annehmen, versprach mir ein KiezRatVorständler, der dort Eis verkaufen möchte.)

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Violent Fan

lieber randale

„Dem 1. Mai einen Sinn geben“

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Hirnschwund? Leider ja.

Leider nein

Gewalt ist in Kreuzberg ein Muskel, der traniert wird.

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Schlaffe Hirnmuskel

Lidl Bike

Von der Burger-Bude zur Bürgerwehr ist es nicht weit:

„M. S.: Im Gegensatz zur alten Station neben der Burger-Bude am Schlesi sind die hier nicht fest verankert. Sind hier Kameras?

K. K.:  Oh man Leute, macht doch einfach!“

Please pass the ketchup.

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